Actionspiele

Unter den verschiedenen Computerspiele-Genres gehören Actionspiele zu den ältesten und beliebtesten Spielen. Unabhängig vom Spielhintergrund haben sie gemeinsam, in der Regel echtzeitbasiert zu sein (im Gegensatz zu rundenbasierten Strategiespielen oder Adventures). Der aktive Körpereinsatz durch das Steuern einer Spielfigur oder eines Fahrzeugs steht hierbei im Vordergrund. Typisch ist auch die Kombination von Geschicklichkeit und Schnelligkeit, auch zählen viele Sportspiele zu den Actionspielen. Es gibt allerdings auch Überschneidungen zwischen den Genres, wo Aspekte von klassischen Actionspielen mit Konzepten aus Strategie- oder Logikspielen kombiniert werden.

Bei Actionspielen verfügt der Spieler meist über eine bestimmte Anzahl von „Leben“, Gesundheits- oder Schadenspunkten, die bei Fehlern verloren gehen. Sind alle diese Reserven verbraucht, ist das Spiel beendet. Viele Spiele bieten die Möglichkeit, im Laufe des Spiels Extraleben, Heilungspunkte oder andere Hilfsmittel zu erwerben, die das Spiel verlängern. Bei den klassischen Automatenspielen konnte man meist auch nach Ende des Spiels durch raschen Einwurf einer weiteren Münze das Spiel an der alten Stelle fortsetzen (sog. „Continue“-Funktion).

Klassiker wie Pong, PacMan, Galaga oder Donkey Kong zählen zu den Actionspielen. Mit den zunehmenden technischen Möglichkeiten entstanden aus einigen Vertretern die ersten Action-Adventures und Plattformspiele (Jump´N´Run), bei denen die Spielfigur mit präzisen Sprüngen Hindernisse überwinden muss. Shoot´Em-Ups wie Galaga, bei dem ein Raumschiff feindliche Aliens abschiesst, wurden ebenso weiterentwickelt wie Beat´Em-Ups, bei denen die Spielfigur durch Prügeln weiterkommt. Kampfsportspiele basieren oftmals auf diesen Vorbildern.

Als der technische Fortschritt schnelle 3D-Grafiken ermöglichte, kamen immer realistischere Rennspiele auf den Markt, bei denen der Spieler vom Motorrad bis zum Formel-1-Flitzer alle möglichen Fahrzeuge lenken kann. Auch die Ego-Shooter wurden möglich, die das Geschehen aus der „Ich“-Perspektive zeigen, und das Ballerspiel auf eine realistische Ebene verlagern, die bisweilen recht brutal ausfallen kann. Der Urvater dieses Genres, Doom, war bei Erscheinen 1993 revolutionär; heutige Vertreter wie Farcry zeigen inzwischen beinahe völlig realistische Welten in 3D.

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